Vereinfachte Möglichkeit zur Verlustverrechnung für Betriebe geplant

"FAZ": Neues Hilfspaket hat Größenordnung von 4,5 Milliarden Euro

Bund und Länder wollen Unternehmen in der Corona-Krise bei der Steuer nochmals entlasten: Betriebe sollen absehbare Verluste in diesem Jahr mit Vorauszahlungen der Einkommen- oder Körperschaftsteuer aus dem vergangenen Jahr verrechnen dürfen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Dieses neue Hilfspaket habe eine Größenordnung von 4,5 Milliarden Euro. 

Das Vorgehen sei am Mittwoch im Finanzausschuss des Bundestages besprochen worden, berichtete die Zeitung weiter. Geplant ist demnach eine Obergrenze von 15 Prozent: Je Steuerpflichtigem könnten so höchstens eine Million Euro ausgeglichen werden ? bei zusammen veranlagten Eheleuten zwei Millionen Euro. 

"Wir unterstützen die pauschale Vorgehensweise", sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Lothar Binding, der "FAZ". Unionsfraktionsvize Andreas Jung betonte: "Unternehmen in der Krise brauchen jetzt Unterstützung, nicht irgendwann. Deshalb muss kurzfristig ein Liquiditätspaket kommen mit drei Säulen: Rücktragen, verrechnen, erstatten."

ilo/pw


Zurück