Steuerexperte: Pendlerpauschale bringt meist mehr als Arbeitszimmer

Eigenthaler warnt vor zu großen Erwartungen an nächste Steuererklärung

Der Chef der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, hat Arbeitnehmer im Homeoffice vor allzu großen Erwartungen an die Steuererklärung im nächsten Jahr gewarnt. "Man könnte natürlich jedem, der zu Hause arbeiten muss, eine Pauschale von sagen wir mal hundert Euro im Monat geben für das Arbeitszimmer", sagte Eigenthaler dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). Aber viele Arbeitnehmer kämen dann schlechter weg, weil sie für die Zeit des Homeoffice nicht mehr die Entfernungspauschale absetzen können.

"Man kann ja nicht beides haben", sagte Eigenthaler. Wer mehr als 16 Kilometer Arbeitsweg hat, sei mit der Kilometerpauschale besser bedient als mit der Arbeitszimmerpauschale. Der Gewerkschaftschef reagierte auf Vorschläge aus der Politik, Arbeitnehmern in der Corona-Krise ausnahmsweise zu erlauben, auch dann ein Arbeitszimmer von der Steuer abzusetzen, wenn sie nur eine Arbeitsecke haben oder am Küchentisch arbeiten.


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