Studie: Finanztransaktionsteuer weniger ergiebig als erwartet

Insgesamt jährliche Einnahmen von fünf Milliarden Euro vorhergesagt

Eine europäische Finanztransaktionsteuer auf Grundlage der Vorschläge von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) würde einer aktuellen Studie zufolge deutlich weniger einbringen als bisher erwartet. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag unter Berufung auf Berechnungen durch die der Linkspartei nahestehende Rosa-Luxemburg-Stiftung. Demnach sei in den zehn EU-Staaten, die gemeinsam die Abgabe einführen wollen, mit Gesamteinnahmen von fünf Milliarden Euro pro Jahr zu rechnen.

Zuvor waren für die Finanztransaktionsteuer deutlich höhere Einnahmeerwartungen genannt worden. Scholz hatte seine Vorschläge vor rund einem Jahr vorgelegt. Demnach soll nur der Kauf von Aktien großer Firmen besteuert werden, nicht aber der Handel mit Derivaten, also bei Spekulanten beliebten Finanzwetten. Würde die Besteuerung dagegen breiter angelegt, könnten die Einnahmen das Dreifache betragen, errechnete die Rosa-Luxemburg-Stiftung laut "SZ" weiter.


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