Pendlerpauschale von knapp 14 Millionen Beschäftigten genutzt

Aktuelle Diskussion über Erhöhung wegen Belastung der Bürger

Angesichts der derzeitigen Belastungen wird erneut über eine Erhöhung der Pendlerpauschale diskutiert - genutzt wurde die Entfernungspauschale nach zuletzt verfügbaren Daten von 13,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Auf ihrem Weg zur Arbeit legten sie dabei durchschnittlich 26 Kilometer zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Daten beziehen sich auf 2018, die Zeitverzögerung ergibt sich, weil Angaben der Steuererklärungen die Basis bilden.

Etwa 81 Prozent der Pendlerinnen und Pendler gaben an, zumindest für einen Teil der Strecke das Auto zu nutzen. Insgesamt hatten Pendelnde mit einem Jahresbruttolohn von unter 10.000 Euro mit 32 Kilometern den weitesten Arbeitsweg. Bei 10.000 bis 100.000 Euro Lohn waren es 26 Kilometer, bis 500.000 Euro 28 und darüber 25 Kilometer.

2018 lag die Pendlerpauschale bei 30 Cent pro Kilometer. Im Mai dieses Jahres gab es rückwirkend zum Jahresbeginn eine Erhöhung auf 38 Cent - allerdings gilt diese erst ab dem 21. Kilometer.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatte sich angesichts der aktuell hohen Energiepreise kürzlich für eine generelle Erhöhung der Pauschale ausgesprochen. Dies müsse ab 2023 ab dem ersten Kilometer und nicht nur für Fernpendler gelten. Unter anderem der Koalitionspartner SPD ist allerdings dagegen.


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