Spanien reduziert Haushaltsdefizit deutlich

Haushaltsministerium verweist auf stark gestiegene Steuereinnahmen

Spanien hat im ersten Quartal diesen Jahres dank steigender Steuereinnahmen sein Haushaltsdefizit stark verringert. Das kumulierte Defizit der spanischen Behörden betrug 29,6 Milliarden Euro und 2,27 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), wie das Haushaltsministerium in Madrid am Montag mitteilte. Im ersten Quartal 2021 hatte der Fehlbetrag der öffentlichen Hand bei 4,45 Prozent des BIP gelegen.

Das Ministerium verweist auf eine gute Entwicklung der Steuereinnahmen wegen des "wirtschaftlichen Aufschwungs" und einer großen Zahl neugeschaffener Arbeitsplätze. In den ersten sechs Monaten beliefen sich die Steuereinnahmen auf 115,3 Milliarden Euro - 23,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer stiegen um 19,7 Prozent, Einkommen- und Grundsteuer brachten 35,4 Prozent mehr ein.

Madrid kann das Geld gut gebrauchen: Für Maßnahmen zur Abfederung der Inflation wie Tankrabatt, Rentenerhöhungen und kostenlose Tickets für den öffentlichen Nahverkehr hat die Regierung fast 30 Milliarden Euro veranschlagt. Trotz dieser Mehrausgaben hat sie es sich zum Ziel gesetzt, das Haushaltsdefizit zu senken und die Staatsverschuldung von 118,4 Prozent der Wirtschaftsleistung auf gut 115 Prozent zu reduzieren.


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