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Französische Regierung befürchtet erneute schwere Ausschreitungen bei Protesten

Sorge vor Demonstrationen der "Gelbwesten"-Bewegung am Samstag

Die französische Regierung befürchtet bei den für Samstag geplanten Protesten der "Gelbwesten"-Bewegung erneute schwere Ausschreitungen. Es drohe eine "sehr große Gewalt", hieß es am Mittwochabend aus dem Elysée-Palast. Zuvor hatte die französische Regierung mit weiteren Zugeständnissen auf die anhaltenden Proteste der "Gelbwesten" reagiert: Die geplante Anhebung der Ökosteuer auf Benzin und Diesel wird für das gesamte kommende Jahr ausgesetzt.

Die hohen Treibstoffpreise waren ein Auslöser der Proteste, die Frankreich seit Mitte November erschüttern. Die Regierung war bereits am Dienstag einen Schritt auf die Demonstranten zugegangen und hatte angekündigt, die eigentlich zum Jahreswechsel geplanten Steuererhöhungen um sechs Monate zu verschieben und die staatlich regulierten Strom- und Gaspreise über den Winter stabil zu halten.

Für Samstag haben die "Gelbwesten" zu neuen Protesten in der französischen Hauptstadt aufgerufen - unter anderem vor dem Elysée-Palast, dem Amtssitz von Staatschef Emmanuel Macron, und auf dem Boulevard Champs-Elysées. Die Regierung will landesweit mehr als 65.000 Sicherheitskräfte mobilisieren, um Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende zu vermeiden.


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