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Paar kann Mietvertrag über Hälfte von Wohnung nicht bei Steuer angeben

Steuertrick vor Finanzgericht Baden-Württemberg gescheitert

Ein Paar ist vor Gericht mit dem Steuertrick gescheitert, einen Mietvertrag über die Nutzung der Hälfte einer gemeinsamen Wohnung steuerlich anerkennen zu lassen. Es liege kein steuerrechtlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, wenn die Klägerin und Vermieterin die zur Hälfte vermietete Wohnung gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Mieter bewohne, entschied das Finanzgericht Baden-Württemberg in einem am Montag veröffentlichten Urteil. Die angegebenen Mieteinnahmen seien bei der Steuer nicht zu berücksichtigen. (Az. 1 K 699/19)

Die Eigentümerin eines Hauses mit mehreren Wohnungen hatte gegen einen Steuerbescheid geklagt. In einer Wohnung im Obergeschoss wohnte sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten, der ihr monatlich eine Miete von 350 Euro und Haushaltsgeld in Höhe von 150 Euro überwies. Dazu unterzeichneten sie laut Gericht auch "ein als Mietvertrag bezeichnetes Dokument". In ihrer Steuererklärung erklärte die Frau Verluste aus Vermietung.


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