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Finanzminister Scholz: G7-Staaten haben bei Libra "schwere Bedenken"

SPD-Politiker macht Datenschutz und demokratische Kontrolle geltend

Die sieben großen Industriestaaten sehen die geplante Facebook-Währung Libra nach den Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sehr skeptisch. "Da gibt es schwere Bedenken", sagte Scholz am Mittwoch nach einer ersten Diskussion beim G7-Finanzministertreffen in Chantilly nördlich von Paris. Sorgen gebe es hinsichtlich der Stabilität der bestehenden Währungen, der Datensicherheit und der demokratischen Kontrolle. 

Die G7-Staaten und die Notenbanken hätten sich deshalb "vorgenommen, dass sehr sorgfältig kontrolliert wird, ob alle heutigen Vorschriften eingehalten werden" und womöglich zusätzliche Regeln nötig seien, sagte Scholz weiter.

Facebook will Libra ab 2020 einführen. Zuvor hatte Scholz erklärt, die Herausgabe einer Währung gehöre "nicht in die Hände eines Privatunternehmens". Sie sei "ein Kernelement staatlicher Souveränität".


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