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G7-Finanzminister nehmen Facebook-Währung Libra ins Visier

Finanzminister Scholz schließt "zusätzliche Regelungen" nicht aus

Die G7-Staaten wollen die möglichen Risiken der geplanten Facebook-Währung Libra genau untersuchen und schließen auch verschärfte Kontrollmechanismen nicht aus. In der am Donnerstag veröffentlichten Abschlusserklärung des französischen Vorsitzes zum G7-Finanzministertreffen heißt es, Währungen wie Libra müssten "die höchsten Standards der Finanz-Regulierung erfüllen". Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, die Länder wollten prüfen, "ob man neue zusätzliche Regelungen braucht.

Scholz machte bei dem Treffen "schwere Bedenken" gegen Libra geltend, etwa bei der Sicherheit der Nutzerdaten und der demokratischen Kontrolle. Die G7-Länder wollen solche Risiken minimieren und nach Angaben des französischen Vorsitzes gewährleisten, dass Währungen wie Libra "nicht die Stabilität des Finanzsystems" und die von Währungen wie Euro und US-Dollar in Frage stellen.

Bundesbankchef Jens Weidmann sagte zum Abschluss des Treffens, es gebe "keinen Grund für Alarmismus, aber für Wachsamkeit". Auch für Verbraucher würden solche neuen Währungen Risiken bergen, etwa wenn ein Anbieter beim Rücktausch der Währung zahlungsunfähig sei.


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